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Haller Trampele – eine fast vergessene Spezialität

Ich bin in Schwäbisch Hall aufgewachsen. Von dort kommt auch die Spezialität, die ich euch heute vorstellen möchte! Haller Trampele waren mir bis vor ein paar Jahren, ehrlich gesagt, auch unbekannt. Schwaben kennen Trampele auch unter dem Namen Weckspätzle oder Wurstknöpfle. Aber auch unter diesen Namen gerät das Gericht immer mehr in Vergessenheit. Seit einigen Jahren sind die Haller Trampele nun aber der Hauptbestandteil unseres vegetarischen Weihnachtsgerichtes.

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Was sind Haller Trampele?

Haller Trampele sind eine Mischung aus Spätzle und Weckknödel. Daher werden sie auch häufig als Weckspätzle bezeichnet. Über ihre Geschichte ist recht wenig bekannt. Ein „Trampele“ ist jedoch jedem Haller bekannt: Die Sieder fordern traditionell ihre Tanzpartnerinnen mit dem Spruch „Komm, Trampele, mir wolle tanze!“ zum Tanz.

Was braucht man für Haller Trampele?

Die Zutaten sind in wirklich jedem Supermarkt zu finden, vermutlich habt ihr das Meiste ohnehin fast immer zuhause. Die Knödelbrotwürfel könnt ihr auch aus Brötchen vom Vortag selbst herstellen – oder Toastbrot klein würfeln.

Zur Zubereitung benötigt man keine besonderes Equipment. Zwei kleine Helfer kann ich euch trotzdem noch ans Herz legen:

Ein Eisportionierer* – Er hilft euch die Nocken zu formen. Anstatt sie aufwändig mit zwei Esslöffeln in Form zu bringen, könnt ihr einfach eine Portion Teig mit dem Eisportionierer nehmen und so den Teig ins köchelnde Wasser geben. Das spart nicht nur Zeit sondern unter Umständen auch eine kleine Sauerei. 😉

Eine Schaumkelle* – Sie ermöglicht es euch die Nocken portionsweise abzukochen. Wenn ihr nicht gerade nur eine kleine Portion kocht, werdet ihr die Trampele portionsweise in den Topf zum garen geben. Mit der Schaumkelle könnt ihr die oben schwimmenden Trampele aus dem Topf fischen und müsst für die nächste Runde nicht erneut einen Topf Wasser aufsetzten.

Wie werden die Klöße zubereitet?

Für die Trampele bereitet man zunächst einen Spätzleteig zu. Danach bereitet man einen Weckknödelteig zu. Nachdem die beiden Teige kurz durchziehen durften, vermengt man beide zum Haller Trampele Teig. Anschließend werden die Klöße portionsweise in siedendem Salzwasser gegart. Ob sie fertig sind, erkennt man wie bei Spätzle daran, dass sie beginnen oben zu schwimmen.

Je nachdem wie ihr die Weckspätzle serviert, müssen sie nun nur noch angebraten werden.

Haller Trampele mit Pilzsoße

Wann und wie isst man die Weckspätzle?

Meine Familie hat die Weckspätzle als Weihnachtsgericht entdeckt. Wir servieren sie mit einer Rotweinsauce, leckerem Ofengemüse und Salat. Man kann sie auch als Beilage zu Fleisch, anstatt der bekannten Knödel oder Spätzle, servieren. Ganz schlicht in Butter gebraten mit einem Feldsalat als Beilage, sind sie auch sehr zu empfehlen! Wenn man die Nocken etwas kleiner formt, geben sie auch eine gute Suppeneinlage ab.

Varianten der Trampele

Haller Trampele gibt es in verschiedenen Varianten. Das können kleine Variationen sein, wie zum Beispiel, dass zusätzlich zu Petersilie weitere Kräuter wie Kerbel in den Teig gegeben werden. Für Dinkel-Trampele wird die Hälfte des Weizenmehls durch Dinkelmehl ersetzt. Genauso für Grünkern-Trampele die Hälfte des Weizenmehls durch Grünkernmehl ersetzen, diese haben einen besonderen nussigen Geschmack.

Bekannt sind auch die Wurstknöpfle. Dazu fügt man 100g angebratene Bratwurstwürfel in den Teig. Für eine andere Variante der Wurstknöpfle, kann auch Salami zum Teig gegeben werden.

Haller Trampele

Portionen: 4

Zutaten

Für den Knödelteig

  • 100 g Knödelbrotwürfel
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 250 ml Milch
  • Salz & Pfeffer
  • Muskat

Für den Spätzleteig

  • 4 Eier
  • 200-250 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • Muskat

Anleitungen

Für den Knödelteig

  • Petersilie und Zwiebel fein hacken.
  • Die Milch erhitzen und über die Knödelbrotwürfel geben und kurz ziehen lassen.
  • Alle Knödelzutaten miteinander vermengen.

Für den Spätzleteig

  • Alle Zutaten mit einem Holzlöffel zu einem Spätzleteig verrühren. Der Teig sollte reißfest vom Löffel laufen.

Für die Trampele

  • Spätzle und Knödelteig miteinander verrühren.
  • In einem Topf Salzwasser zum köcheln bringen.
  • Mit zwei Löffeln oder einem Eisportionierer kleine Nocken formen und ins kochende Wasser geben.
  • Wenn die Weckspätzle an der Oberfläche schwimmen, können sie mit einem Schaumlöffel aus dem Topf genommen werden. Danach gut abtropfen lassen.
  • Wer die Trampele nicht als Suppeneinlage serviert, kann sie nun noch in Butter von beiden Seiten anbraten.

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